Theater GegenStand e.V.

Theater GegenStand
Give a Boy a Gun
englischsprachiges Jugendtheaterstück nach dem Roman von Morton Rhue

Nach der deutschen Bühnenfassung von Felix Huby und Boris Pfeiffer

- Nicht mehr im Spielplan -
gzgzgzu

Give A Boy A Gun

Aufführungen von Theater GegenStand in der Waggonhalle, Rudolf-Bultmann-Straße 2a:


Über Give a Boy a Gun:

"Englisches Theater an der GSM"
(Bericht von Vanessa Dörr, 10. Klasse Gesamtschule Mücke, Mai 2005)

"Gewaltspirale an Schulen"
(Vorankündigung in der OP 3.3.05)

Give a Boy a Gun in der Marburger Waggonhalle
(Vorankündigung in der MNZ 3.3.05)

"Give a Boy a Gun feiert Premiere"
(Rezension in der OP 5.3.05)

"Schüler werden zu Amokläufern"
(Rezension in der MNZ 9.3.05)

Matt Dressler

"Wonder how it feels
to carry a gun." (Brendan)

"They were past the point
of no return." (Beth Bender
about Gary and Brendan)

Michael Klemm / Inga Berlin

 

Schulhofszene

Darsteller:

Gary Searle, Sam Flach
Matt Dressler

Brendan Lawlor, Dick Flanagan
Michael Klemm, Tobias Long

Allison Findley, Beth Bender, Deidre Bunson, Mrs Searle
Inga Berlin, Dominique Ronshausen

Regie
Karin Winkelsträter

Produktionsleitung
Andrea Gergen, Bianka Gotsch

Mitwirkung
Klasse G 10a der Alfred-Wegener-Schule Kirchhain und André Dippel

gefördert durch:

das Kulturamt Marburg

double ü

Sparkasse

5000 x Zukunft

Give a Boy a Gun – Das Theaterstück

Die Theater-GegenStand-Produktion ist eine englischsprachige Adaption des gleichnamigen Jugendromans von Morton Rhue. Das Thema ist der Amoklauf zweier Schüler an einer amerikanischen High School. Bekannt wurde der Autor mit seinem Jugendroman "The Wave" (Die Welle).

Das Stück “Give a Boy a Gun” zeichnet in enger Anlehnung an den Jugendroman Garys und Brendans Erlebnisse in der Schule und im Privatleben nach. Sie werden schließlich zum Auslöser für ihren Amoklauf und für Garys Selbstmord.

Die im Rückblick gezeigten Schlüsselszenen des Romans lassen sowohl die Täter als auch die Opfer und Zeugen der Tat zu Wort kommen: Sie zeigen, wie und warum Gary und Brendan in ihrem Kampf um Anerkennung bei den Mitschülern scheitern und sich allmählich von ihren Freunden und Eltern abwenden. Das Stück zeigt auch die vergeblichen Versuche von Lehrern und der Schulpsychologin, die Jungen aus ihrer Isolation zu holen und es hinterfragt, inwieweit Computerspiele und das Internet die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen steigern können.

Dennoch sollen auf die Frage nach dem "Warum?" keine eindimensionalen Antworten gegeben werden. Die Schuldfrage wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und fordert die Zuschauer dazu auf, persönlich zu den Taten zweier scheinbar "durchgeknallter” Jugendlicher Stellung zu beziehen. Denn: “It's not random. It's a message, and the sooner we wake up and listen, the better.” (Beth Bender in: "Give a Boy a Gun")

Zusätzlich bieten wir eine theaterpädagogische Nachbereitung an und stellen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.

 

Give a Boy a Gun – Der Jugendroman

Morton Rhue schaltet sich mit seinem Jugendroman “Give a Boy a Gun” (1999) in die aktuelle Debatte um die Gründe für die Welle von Gewaltakten an amerikanischen Schulen ein.

Die Geschichte ist an einen der jüngsten Amokläufe von Schülern in den USA angelehnt: Am 20. April 1999 drangen zwei bewaffnete Jugendliche in die Cafeteria ihrer Schule, der Columbine High School in Littleton, Colorado ein, erschossen zwölf Mitschüler und einen Lehrer und töteten anschließend sich selbst.

“Give a Boy a Gun” verfolgt in puzzleartig zusammengesetzten Szenen die Entwicklung der unauffälligen Schüler Gary und Brendan zu Waffenfanatikern und Kidnappern, die zur Bedrohung der Schulgemeinde von Middletown werden. Garys Halbschwester, eine Journalistin, macht sich einige Wochen nach dem Amoklauf auf die Suche nach den Ursachen für Garys und Brendans blutigen Rachefeldzug. Darüber hinaus setzt sich der Roman kritisch mit der Waffengesetzgebung in den USA auseinander.

Nur ein halbes Jahr nachdem “Give a Boy a Gun” in Deutschland erschienen war, fand die Geschichte aus den USA mit dem Amoklauf von Erfurt eine erschütternde deutsche Parallele: Ein 19-jähriger Gymnasiast erschoss 16 Menschen und sich selbst. Die Frage nach dem "Warum?" steht auch heute noch im Raum.