|
Theater
GegenStand Nach der deutschen Bühnenfassung von Felix Huby und Boris Pfeiffer - Nicht mehr im Spielplan - |
|
![]() |
Aufführungen von Theater GegenStand in der Waggonhalle, Rudolf-Bultmann-Straße 2a:
"Gewaltspirale
an Schulen" Give
a Boy a Gun in der Marburger Waggonhalle "Give
a Boy a Gun feiert Premiere" "Schüler
werden zu Amokläufern" |
|
"Wonder
how it feels
|
|
|
Darsteller: Regie Produktionsleitung Mitwirkung
gefördert
durch:
|
Give a Boy a Gun – Das Theaterstück Die Theater-GegenStand-Produktion ist eine englischsprachige Adaption des gleichnamigen Jugendromans von Morton Rhue. Das Thema ist der Amoklauf zweier Schüler an einer amerikanischen High School. Bekannt wurde der Autor mit seinem Jugendroman "The Wave" (Die Welle). Das Stück “Give a Boy a Gun” zeichnet in enger Anlehnung an den Jugendroman Garys und Brendans Erlebnisse in der Schule und im Privatleben nach. Sie werden schließlich zum Auslöser für ihren Amoklauf und für Garys Selbstmord. Die im Rückblick gezeigten Schlüsselszenen des Romans lassen sowohl die Täter als auch die Opfer und Zeugen der Tat zu Wort kommen: Sie zeigen, wie und warum Gary und Brendan in ihrem Kampf um Anerkennung bei den Mitschülern scheitern und sich allmählich von ihren Freunden und Eltern abwenden. Das Stück zeigt auch die vergeblichen Versuche von Lehrern und der Schulpsychologin, die Jungen aus ihrer Isolation zu holen und es hinterfragt, inwieweit Computerspiele und das Internet die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen steigern können. Dennoch sollen auf die Frage nach dem "Warum?" keine eindimensionalen Antworten gegeben werden. Die Schuldfrage wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und fordert die Zuschauer dazu auf, persönlich zu den Taten zweier scheinbar "durchgeknallter” Jugendlicher Stellung zu beziehen. Denn: “It's not random. It's a message, and the sooner we wake up and listen, the better.” (Beth Bender in: "Give a Boy a Gun") Zusätzlich bieten wir eine theaterpädagogische Nachbereitung an und stellen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.
Give a Boy a Gun – Der Jugendroman Morton Rhue schaltet sich mit seinem Jugendroman “Give a Boy a Gun” (1999) in die aktuelle Debatte um die Gründe für die Welle von Gewaltakten an amerikanischen Schulen ein. Die Geschichte ist an einen der jüngsten Amokläufe von Schülern in den USA angelehnt: Am 20. April 1999 drangen zwei bewaffnete Jugendliche in die Cafeteria ihrer Schule, der Columbine High School in Littleton, Colorado ein, erschossen zwölf Mitschüler und einen Lehrer und töteten anschließend sich selbst. “Give a Boy a Gun” verfolgt in puzzleartig zusammengesetzten Szenen die Entwicklung der unauffälligen Schüler Gary und Brendan zu Waffenfanatikern und Kidnappern, die zur Bedrohung der Schulgemeinde von Middletown werden. Garys Halbschwester, eine Journalistin, macht sich einige Wochen nach dem Amoklauf auf die Suche nach den Ursachen für Garys und Brendans blutigen Rachefeldzug. Darüber hinaus setzt sich der Roman kritisch mit der Waffengesetzgebung in den USA auseinander. Nur ein halbes Jahr nachdem “Give a Boy a Gun” in Deutschland erschienen war, fand die Geschichte aus den USA mit dem Amoklauf von Erfurt eine erschütternde deutsche Parallele: Ein 19-jähriger Gymnasiast erschoss 16 Menschen und sich selbst. Die Frage nach dem "Warum?" steht auch heute noch im Raum. |