Theater GegenStand e.V.

Das Theater GegenStand - Sommerprojekt 2007


Di 21. August Premiere!
Mi 22./Do 23./Fr 24./Sa 25. August,
je 20 Uhr, Elisabethkirche Marburg




Theater GegenStand & Two In One (Budapest/Wien)

D E R    E L I S A B E T H - F A K T O R

Tanz-Theater-Performance

Szenische Ideen aus der Frühphase des Projekts (PDF-Datei, 500 KB)

Pressespiegel zum Elisabeth-Faktor

Historische Orte wie die Elisabethkirche in Marburg sind Zeitmaschinen. Je nachdem, wie wir uns in ihnen bewegen, wonach wir suchen und mit wem wir unterwegs sind, geraten wir mit ihrer Hilfe in ganz unterschiedliche Zeitdimensionen.

Theater GegenStand e.V. in Marburg und die ungarische Tanzkooperative Two in One (Budapest/Wien) möchten sich im August 2007 auf ein gemeinsames Abenteuer in der Elisabethkirche einlassen.

Unser Interesse gilt dabei dem Elisabeth-Faktor – einer unbekannten Variable, die auch im Jahr 2007 dafür sorgt, dass vom Leben und Sterben der ungarischen Königstochter eine ungewöhnliche Faszination ausgeht. Am Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit sind die körperlichen Überreste der Heiligen gewaltsam entfernt worden. Landgraf Philipp, der entschiedene protestantische Reformer und Gründer der Marburger Universität, fand, dass Schluss sein müsse mit dem Kult um ihre Person und verbrachte die restlichen Reliquien an einen unbekannten Ort. Geblieben sind die Faszination, die radikale soziale Utopie der heiligen Elisabeth und ihre Spuren – Spuren aus der Vergangenheit, die wir in die Zukunft zurückverfolgen wollen.

Die Suche nach dem Elisabeth-Faktor ist ein archäologisches Unterfangen, das ohne Spaten und anderes grobe Werkzeug auskommen muss. Stattdessen bedarf es eines wesentlich feineren Instrumentariums, denn vieles in dieser Kirche ist fragil, kostbar, sensibel – heilig eben. Mit Tönen, Musik, Bewegung, Szenen und Tanz suchen wir nach derjenigen Formel, die den Raum zu uns sprechen lässt. Und zwar auf eine Art und Weise, die uns nicht nur Einblick in Vergangenes gewährt, sondern auch etwas von seiner Bedeutung für die Gegenwart und die Zukunft enthüllt. Wir möchten sehen, was sich am Ort dieses in zahlreiche Reliquien zerteilten Frauenkörpers im Jahr 2007 szenisch neu zusammensetzen lässt und was zusammen mit Elisabeths Leichnam unter Umständen für immer verloren ging.

Veranstalter: Theater GegenStand e.V. (Marburg), Two in One (Budapest/Wien)

Projekt- und künstlerische Leitung:
Sabine Manke, Martin Esters (Theater GegenStand e.V.)
Michaela Pein, Ákos Hargitay (Two In One)



Eintritt: 12/10 €

 

Ákos HargitayTwo in One wurde 1996 von Michaela Pein und Ákos Hargitay gegründet. Die Company arbeitet in intensivem Dialog und künstlerischem Austausch mit anderen Performern, Choreographen, visuellen Künstlern und Musikern.
Neben der Mitarbeit bei einer Vielzahl internationaler Projekte, u.a. frühen Arbeiten von Sasha Waltz, erzielt Two In One große Erfolge mit ihren eigenen Produktionen auf zahlreichen Tanzfestivals.

Ihre Inszenierungen arbeiten mit dem Spannungsfeld zwischen Live-Musik, Modernem Tanz, (Extrem-)Sport und Bildender Kunst. Die Kritik hebt immer wieder Spielfreude und Spontaneität der Tänzer hervor sowie deren souveränen Umgang mit Zitaten und Verfremdungen.

Michaela Pein und Ákos Hargitay sind Gründungsmitglied des ungarischen Choreographenkollektivs L1 danceLab. Seit Ende 2006 haben beide ihren Wohn- und Arbeitsschwerpunkt in Wien.

In der Waggonhalle sind sie mit ihrem Tanztheaterstück
Sichtbarkeit - Delicious Movement
am Sa 11./So 12.8.07, 20 Uhr, zu sehen.

 
 
Mit freundlicher Unterstützung durch die Sparkasse Marburg-Biedenkopf, die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, die Stadt Marburg, das Collegium Hungaricum Berlin und die Elisabethkirchengemeinde Marburg



Pressespiegel

Marburger Neue Zeitung vom 24.08.2007

Tanz-Theater-Performance nähert sich dem "Elisabeth-Faktor" Kirche wird sinnlicher Ort

24.08.2007

Marburg. (dö). Die Elisabethkirche ganz neu erleben konnte man bei der Premiere der Theater-Tanz-Performance "Elisabeth-Faktor", bei der das Marburger Theater Gegenstand und die ungarisch-österreichische Tanzkooperative Two in one den Spuren der Heiligen nachging und den sakralen Raum auf überraschende Weise erfahrbar machte.

An acht Stationen konnten sich die etwa 100 Besucher auf ganz persönliche Weise dem Themenkomplex "Heilige Elisabeth" nähern. In einer Quizshow Fragen zur Heiligen stellen und beantworten, sich im Wellness-Bereich etwas Gutes tun, den Blick auf an die Decke projizierte Wolken gerichtet. Durch über Kopfhörer empfangene Anweisungen Fremdbestimmung nachvollziehen. Sich vertrauensvoll in die Hände der Akteure geben und sich der Kirchendecke entgegen heben oder mit geschlossenen Augen durch den Raum führten lassen. Der sakrale Raum wird für das Publikum ganz neu erfahrbar. Auch nach diesem direkten Erleben bleiben die Zuschauer nicht außen vor. Kaum hatten sie sich auf Stühle gesetzt, wurden sie auch schon barsch angeherrscht: "Steh auf! Stell dich dahin!" Und auch einige der Darsteller wurden mit Vorwürfen und Befehlen traktiert, wanden sich in Schuldgefühl und Selbstbezichtigung - "Nebenwirkung" übergroßer Frömmigkeit?

Oder Gegenpol zur behutsamen Reise zum Selbst, wie es die ganz langsame ausgespielte Tanz-Performance zu meditativen Klängen andeutete. Hat Elisabeth wirklich selbst ihren Weg bestimmt, oder war sie Projektionsfläche anderer, wie die "Erschaffung" der Heilligen durch übergeworfene Tücher nahe legte. Denn unter diesen Tüchern verbarg sich schließlich - nichts. Einfache Antworten gibt die Performance nicht, bietet viele Schlaglichter und Assoziationsmöglichkeiten bis zur abschließenden Gelegenheit, gemeinsam mit den Darstellern durch die Kirche zu tanzen.

Nicht jedes Bild mag dabei gelungen sein, manches zu beliebig und in die Nähe des Kitschs geraten, aber das Ziel, dem "Elisabeth-Faktor" im Heute näher zu kommen, haben die Akteure sicher erreicht. Und dabei den Kirchenraum auf wunderbare Weise verwandelt.

"Elisabeth-Faktor" ist noch heute und morgen ab jeweils 20 Uhr in der Elisabethkirche zu erleben.


Giessener Anzeiger vom 23.08.2007

TIFF / Kultur
Künstlerische Annäherung an eine Heilige

Performance "Der Elisabeth-Faktor" in Marburger Elisabethkirche mit großem Aplaus aufgenommen

MARBURG (tjl). Dem Wirken und dem Leben der Heiligen Elisabeth (1207 bis 1231) nachspüren konnten die zahlreichen Besucher der Performance "Der Elisabeth-Faktor", die am Dienstagabend in der Elisabethkirche Premiere hatte. Zum 800. Geburtstag der populären Heiligen haben das "Theater Gegenstand" (Marburg), die 1996 von Michaela Pein und Akos Hargitay gegründete "Two in One"-Tanzkooperative (Budapest/Wien) und die "Workshop-Company", die Akos Hargitay 2006 ins Leben rief, einen einfühlsamen Theaterabend gestaltet.
Die Aufführung bestand aus zwei Teilen: einer so genannten "E-Tour", an der sich das Publikum im Sinne einer Erlebnisreise aktiv beteiligte, und einer ideenreichen Tanztheaterdarbietung. Das akribische Erforschen des überlieferten Wissens über das Leben der Elisabeth von Thüringen spielte eine gewichtige Rolle in der Performance. Daher stellten schon vor dem Kirchenportal einige Mitwirkenden ein Archäologenteam dar, das auf Entdeckungsreise ging. Die Forscher erkundeten und durchmaßen dann auch den Kirchenraum im weiteren Verlauf des Abends, der immer wieder auf bemerkenswerte Weise den Bogen zwischen Mittelalter und unserer Zeit, zwischen Elisabeth und ihrer Bedeutung in unserem Leben spannte. Eine Station war die "Wellness-Zone", in der sich die Gäste auf schmalen Liegen entspannen konnten und eine leichte Kopfmassage erhielten. Visuell erinnerte diese Szenerie an die mittelalterlichen Hospitäler und daran, dass sich Elisabeth den Kranken zuwandte, sie sich 1226 am Fuße der Wartburg bei Eisenach ein Hospital errichten ließ und auch in Marburg eines stiftete. Ebenfalls Assoziationen an die Pflege der Kranken und Gebrechlichen rief die "Augenblickstour" durch die Kirche wach: Mit geschlossenen Augen wurden die Gäste an einige ausgewählte Orte geführt, wo sie Säulen betasten oder bei Bildern und Skulpturen kurz die Augen öffnen durften. Ferner konnte sich das Publikum einer Beichtsituation aussetzten und die Einsamkeit der Klausur wahrnehmen.
Eine Installation von hübsch drapierten Rosen spielte auf die berühmte Legende vom "Rosenwunder" an. Danach soll Elisabeth während einer Hungersnot in Thüringen Lebensmittel von der Wartburg an Arme verteilt haben. Als ihr Mann, der Landgraf von Thüringen, sie auffordert, das im Korb verborgene Brot zu zeigen, haben sie sich in Rosen verwandelt.
Die Mitwirkenden zeichneten dann in der Tanzdarbietung den Lebensweg der Elisabeth sowie den Weg zu Elisabeth in sinnlich emotionaler Weise auf einem grünen Kunstrasenstreifen im Mittelschiff nach. Mit einfachen, aber fantasievollen Formationen und Bewegungsfolgen vermochte die Truppe das Publikum zu beeindrucken. Teils wirkten die Sequenzen zeitlupentempoartig und entrückt. Weiter wurden eindringlich Erkrankung, Kampf gegen die Krankheit und Genesung thematisiert. Auch eine Demonstration des Gehorsams, der Buße und Geißelungen führten die Darsteller vor. Untermalt wurden die Szenen von mystischen Gitarrenklängen und prägnanten Sprechchören.
Die gelungene Veranstaltung, die sich durch ein durchdachtes Konzept auszeichnete, erntete viel Applaus. Beim Verlassen der Kirche konnten die Besucher noch mit einem Getränk und Kuchen Elisabeths Geburtstag feiern. Weitere Vorstellungen finden am 23., 24. und 25. August um 20 Uhr in der Elisabethkirche in Marburg statt.

Oberhessische Presse vom 22.08.2007

Zuschauer verfolgen, wie aus einer Frau eine Heilige wird Das Archäologen-team sucht in der Elisabeth-Kirche nach inneren und äußeren Spuren.

Neue Einblicke bot das Ensemble von Theater GegenStand und die ungarisch-österreichische Formation „Two in One“ am Dienstagabend etwa 90 Premierenbesuchern des „Elisabeth-Faktors“ in der Elisabethkirche. (Ines Dietrich)

Was hat Elisabeth mit den G8-Blockaden in Heiligendamm zu tun? Wieso schweben Dutzende weißer Luftballons vor der Orgel? Warum duftet es hinter dem Altar nach ätherischen Ölen?

Ungewohnte Perspektiven wollte die „Workshop-Company“ ihrem Publikum bieten und: „Vor allem viele Fragen stellen, die dann jeder für sich beantworten kann“, hatte Michaela Pein von „Two in One“ die Intention des ungewöhnlichen Projektes zusammengefasst.

Beides ist den 17 Schauspielern und Tänzern hervorragend gelungen. Viele Veranstaltungen gab es in diesem Jahr schon, aber wohl keine hat das geschafft, was der „Elisabeth-Faktor“ bietet: Beschreibend, nicht bewertend nähert er sich der ungarischen Königstochter:

Historie vermischt sich mit Gegenwart. Politik steht neben Religion, Spiritualität neben Philosophie, Fakten neben Poesie. Dass die jungen Künstler all das thematisieren, ohne dabei diffus zu werden oder gar ihr Publikum zu verwirren, spricht für die hohe Qualität der Akteuere und des künstlerischen Leitungsteams.

„Der Elisabeth-Faktor“ gliedert sich in drei Teile: Im ersten Drittel begeben sich die Kirchenbesucher auf eine Art Parcours durch die spärlich beleuchtete Kirche, geleitet von roten Lichtimpulsen können sie von Station zu Station gehen oder den Kirchenraum auf eigenen Pfaden entdecken.

Da gibt es ein „Speed Dating“, bei denen sich die Besucher gegenseitig Fragen zu Elisabeth stellen oder die „Wellness-Zone“, in der bei leiser Musik und Himmelsblick entspannt werden kann. Bei der „Augenblickstour“ wird der Besucher mit geschlossenen Augen durch die Kirche geführt und kann an einzelnen Stellen den Raum ertasten, was neue Wahrnehmungen ermöglicht.

Der anschließende zweite Teil beginnt klassisch wie eine Vorführung: Bühne hier, Auditorium dort. Im Laufe des Stückes vermischen sich aber Zuschauer mit Schauspielern, kommt der Themenkomplex „Schuld-Sühne-Fremdbestimmung“ gleichsam ins Publikum hinein, verwischen die Strukturen, so dass niemand unberührt bleibt.

Diese Gratwanderung gelingt dem Ensemble mit viel schauspielerischer Klasse und Fingerspitzengefühl. Immer werden die Grenzen der Zuschauer ebenso geachtet wie die der Elisabethkirche.

„Es begeistert mich, wie der Kirchenraum im höchsten Maße respektvoll behandelt wird!“ sagt Pfarrerin Ulrike Börsch und außerdem ist sie beeindruckt, „wie sie es schaffen, spielerisch mit Schuld und Sühne umzugehen, ohne dass es flach wirkt und sich wirklich jeder darin wiederfinden kann.“

Auf dem mit Kunstrasen ausgelegten Mittelgang der Kirche findet zum Abschluss eine Performance aus Schauspiel, modernem Tanz und Akrobatik statt. Und hier hat der Zuschauer Teil an Elisabeths (oder der eigenen) Suche nach Sinn und Halt.

Fast atemlos verfolgen die Zuschauer, wie aus der Frau die Heilige wird: Hülle für Hülle wirft man über sie, drückt ihr zahllose Rosen in die Hand, so lange, bis vom Menschen nichts mehr übrig ist. Das ist ein sehr beeindruckender und gelungener Regie-Einfall, genauso wie der gemeinsame Tanz von Schauspielern und Zuschauern durch und vor die Kirche.

„Der Elisabeth-Faktor“ schafft es, breit gefächert den unterschiedlichsten Betrachtungsweisen Raum zu geben, ohne dabei beliebig oder gar statisch zu sein.

Eine gelungene Premiere, ein erstklassiges Schauspiel mit engagierten Akteuren an einem eindrucksvollen Ort. Unbedingt hingehen!
„Der Elisabeth-Faktor“ ist noch bis zum 25. August täglich um 20 Uhr in der Elisabethkirche zu sehen.

Giessener Allgemeine vom 23.08.2007

Annäherung an eine Heilige - sogar per "Speed-Dating"

Geteiltes Echo auf "Two in One"-Tanzperformance in der Elisabethkirche - Ungewöhnliche Aktion in einem Gotteshaus MARBURG (joe).

Die Tanztheater-Performance "Elisabeth-Faktor" feierte am Dienstagabend in der Elisabethkirche Premiere. Rund 100 Zuschauer kamen, um die Geschichte der heiligen Elisabeth aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. Ein gewisses Maß an Experimentierfreude und Bereitschaft zur Eigeninterpretation musste das Publikum schon mitbringen, um den Abend genießen zu können. Anfängliche Berührungsängste eher schüchterner Besucher wussten die Künstler der ungarisch-österreichischen Company "Two in One" und des Marburger Theater GegenStand bereits im ersten Part des zweigeteilten Abends abzubauen (weitere Vorstellungen noch bis einschl. Samstag, jew. 20 Uhr).

In den ersten 40 Minuten waren die Zuschauer dazu eingeladen, sich auf eigene Faust im Kirchenschiff zu bewegen. An verschiedenen Stationen gab es "Angebote zum Mitmachen, Zuschauen und Zuhören". Die Künstler führten "blinde" Zuschauer durch die Räume, massierten den Gästen in der Wellness-Zone die Schläfen, forderten zum "Elisabeth-Speed-Dating" auf. Luftballons schwebten im Raum, Kunstrasen bedeckte den Mittelgang, eine Audiotour wurde angeboten. Im Hintergrund war leises, beruhigend-lebendiges Vogelgezwitscher zu hören. Der zweite Teil des Abends bot dem Publikum dann eine experimentelle Performance, in der Archäologen ihre Suche nach Elisabeth begangen, die Künstler ihre ganz eigenen Vorstellungen und Verbindungen von und zu der Heiligen ausdrückten. Schuldeingeständnisse wurden laut, Befehle gebellt, persönliche Meinungen und Eindrücke über Elisabeth erzählt. Ein wenig verunsichert wirkte so mancher Besucher schon, doch es blieb nicht viel Zeit zum wundern. Die Darstellung war lokal aufgeteilt, so dass das Publikum mobil mitwirken konnte und ins Geschehen einbezogen wurde. Am Ende wurde sogar jeder einzeln aufgefordert. Zuschauer und Künstler fassten sich an den Händen, bildeten eine lange Schlange und tanzten singend durch den Raum. So etwas hat die Elisabethkirche bisher sicherlich nicht oft erlebt. Die Meinung des Publikums über diese ganz ungewöhnliche Art der Elisabeth-Darstellung war durchaus gespalten. Skeptische Blicke und Ratlosigkeit auf der einen Seite kollidierten mit Begeisterung und Beifall auf der anderen Seite. "Ich hatte zwar etwas anderes erwartet, aber ich fand es vom Darstellerischen her sehr schön", sagte eine Zuschauerin. Es gab frustrierte Äußerungen, aber auch Freude über Denkanstöße. Einig war man sich darin, dass es "zumindest mal etwas anderes" gewesen sei. Die Mitwirkenden selbst waren sehr zufrieden nach dieser ersten Aufführung. Eine "Wahrnehmungsveränderung" hatten sie erreichen wollen. Ein nicht nur "heiliges", sondern ein menschliches Bild von Elisabeth sollte mit dieser Veranstaltung vermittelt werden. Dies ist allemal gelungen. Hemmungen und allzu große Ehrfurcht vor dem sakralen Ort sanken, anfängliche Verunsicherung wich der Neugier. Die Suche nach dem "Elisabeth-Faktor" ließ die Kirche in einem anderen Licht erscheinen.