|
Historische Orte
wie die Elisabethkirche in Marburg sind Zeitmaschinen. Je nachdem, wie
wir uns in ihnen bewegen, wonach wir suchen und mit wem wir unterwegs
sind, geraten wir mit ihrer Hilfe in ganz unterschiedliche Zeitdimensionen.
Theater GegenStand
e.V. in Marburg und die ungarische Tanzkooperative Two in One (Budapest/Wien)
möchten sich im August 2007 auf ein gemeinsames Abenteuer in der Elisabethkirche
einlassen.
Unser Interesse
gilt dabei dem Elisabeth-Faktor
einer unbekannten Variable, die auch im Jahr 2007 dafür sorgt,
dass vom Leben und Sterben der ungarischen Königstochter eine ungewöhnliche
Faszination ausgeht. Am Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit sind die körperlichen
Überreste der Heiligen gewaltsam entfernt worden. Landgraf Philipp, der
entschiedene protestantische Reformer und Gründer der Marburger Universität,
fand, dass Schluss sein müsse mit dem Kult um ihre Person und verbrachte
die restlichen Reliquien an einen unbekannten Ort. Geblieben sind die
Faszination, die radikale soziale Utopie der heiligen Elisabeth und ihre
Spuren Spuren aus der Vergangenheit, die wir in die Zukunft zurückverfolgen
wollen.
Die Suche nach dem
Elisabeth-Faktor ist ein archäologisches Unterfangen, das ohne Spaten
und anderes grobe Werkzeug auskommen muss. Stattdessen bedarf es eines
wesentlich feineren Instrumentariums, denn vieles in dieser Kirche ist
fragil, kostbar, sensibel heilig eben. Mit Tönen, Musik, Bewegung,
Szenen und Tanz suchen wir nach derjenigen Formel, die den Raum zu uns
sprechen lässt. Und zwar auf eine Art und Weise, die uns nicht nur Einblick
in Vergangenes gewährt, sondern auch etwas von seiner Bedeutung für die
Gegenwart und die Zukunft enthüllt. Wir möchten sehen, was sich am Ort
dieses in zahlreiche Reliquien zerteilten Frauenkörpers im Jahr 2007 szenisch
neu zusammensetzen lässt und was zusammen mit Elisabeths Leichnam unter
Umständen für immer verloren ging.
Veranstalter:
Theater GegenStand e.V. (Marburg), Two in One (Budapest/Wien)
Projekt- und künstlerische Leitung:
Sabine Manke, Martin Esters (Theater GegenStand e.V.)
Michaela Pein, Ákos Hargitay (Two In One)
Eintritt: 12/10 €
|
|
Two
in One
wurde 1996 von Michaela Pein und Ákos Hargitay gegründet. Die Company
arbeitet in intensivem Dialog und künstlerischem Austausch mit anderen
Performern, Choreographen, visuellen Künstlern und Musikern.
Neben der Mitarbeit bei einer Vielzahl internationaler Projekte, u.a.
frühen Arbeiten von Sasha Waltz, erzielt Two In One große Erfolge
mit ihren eigenen Produktionen auf zahlreichen Tanzfestivals.
Ihre Inszenierungen arbeiten mit dem Spannungsfeld zwischen Live-Musik,
Modernem Tanz, (Extrem-)Sport und Bildender Kunst. Die Kritik hebt immer
wieder Spielfreude und Spontaneität der Tänzer hervor sowie
deren souveränen Umgang mit Zitaten und Verfremdungen.
Michaela Pein
und Ákos Hargitay sind Gründungsmitglied des ungarischen Choreographenkollektivs
L1 danceLab. Seit Ende 2006 haben beide ihren Wohn- und Arbeitsschwerpunkt
in Wien.
In
der Waggonhalle sind sie mit ihrem Tanztheaterstück
Sichtbarkeit - Delicious
Movement
am Sa 11./So 12.8.07, 20 Uhr, zu sehen.
|
|
 
  
Mit freundlicher Unterstützung
durch die Sparkasse Marburg-Biedenkopf, die Sparkassen-Kulturstiftung
Hessen-Thüringen, die Stadt Marburg, das Collegium Hungaricum Berlin und
die Elisabethkirchengemeinde Marburg
|
Marburger
Neue Zeitung vom 24.08.2007
Tanz-Theater-Performance
nähert sich dem "Elisabeth-Faktor" Kirche wird sinnlicher Ort
24.08.2007
Marburg. (dö). Die Elisabethkirche ganz neu erleben konnte man bei
der Premiere der Theater-Tanz-Performance "Elisabeth-Faktor", bei
der das Marburger Theater Gegenstand und die ungarisch-österreichische
Tanzkooperative Two in one den Spuren der Heiligen nachging und
den sakralen Raum auf überraschende Weise erfahrbar machte.
An acht Stationen konnten sich die etwa 100 Besucher auf ganz persönliche
Weise dem Themenkomplex "Heilige Elisabeth" nähern. In einer Quizshow
Fragen zur Heiligen stellen und beantworten, sich im Wellness-Bereich
etwas Gutes tun, den Blick auf an die Decke projizierte Wolken gerichtet.
Durch über Kopfhörer empfangene Anweisungen Fremdbestimmung nachvollziehen.
Sich vertrauensvoll in die Hände der Akteure geben und sich der
Kirchendecke entgegen heben oder mit geschlossenen Augen durch den
Raum führten lassen. Der sakrale Raum wird für das Publikum ganz
neu erfahrbar. Auch nach diesem direkten Erleben bleiben die Zuschauer
nicht außen vor. Kaum hatten sie sich auf Stühle gesetzt, wurden
sie auch schon barsch angeherrscht: "Steh auf! Stell dich dahin!"
Und auch einige der Darsteller wurden mit Vorwürfen und Befehlen
traktiert, wanden sich in Schuldgefühl und Selbstbezichtigung -
"Nebenwirkung" übergroßer Frömmigkeit?
Oder Gegenpol zur behutsamen Reise zum Selbst, wie es die ganz langsame
ausgespielte Tanz-Performance zu meditativen Klängen andeutete.
Hat Elisabeth wirklich selbst ihren Weg bestimmt, oder war sie Projektionsfläche
anderer, wie die "Erschaffung" der Heilligen durch übergeworfene
Tücher nahe legte. Denn unter diesen Tüchern verbarg sich schließlich
- nichts. Einfache Antworten gibt die Performance nicht, bietet
viele Schlaglichter und Assoziationsmöglichkeiten bis zur abschließenden
Gelegenheit, gemeinsam mit den Darstellern durch die Kirche zu tanzen.
Nicht jedes Bild mag dabei gelungen sein, manches zu beliebig und
in die Nähe des Kitschs geraten, aber das Ziel, dem "Elisabeth-Faktor"
im Heute näher zu kommen, haben die Akteure sicher erreicht. Und
dabei den Kirchenraum auf wunderbare Weise verwandelt.
"Elisabeth-Faktor" ist noch heute und morgen ab jeweils 20 Uhr in
der Elisabethkirche zu erleben.
|
|
Giessener Anzeiger vom 23.08.2007
TIFF / Kultur
Künstlerische Annäherung an eine Heilige
Performance "Der Elisabeth-Faktor" in Marburger Elisabethkirche
mit großem Aplaus aufgenommen
MARBURG (tjl). Dem Wirken und dem Leben der Heiligen Elisabeth (1207
bis 1231) nachspüren konnten die zahlreichen Besucher der Performance
"Der Elisabeth-Faktor", die am Dienstagabend in der Elisabethkirche
Premiere hatte. Zum 800. Geburtstag der populären Heiligen haben
das "Theater Gegenstand" (Marburg), die 1996 von Michaela Pein und
Akos Hargitay gegründete "Two in One"-Tanzkooperative (Budapest/Wien)
und die "Workshop-Company", die Akos Hargitay 2006 ins Leben rief,
einen einfühlsamen Theaterabend gestaltet.
Die Aufführung bestand aus zwei Teilen: einer so genannten "E-Tour",
an der sich das Publikum im Sinne einer Erlebnisreise aktiv beteiligte,
und einer ideenreichen Tanztheaterdarbietung. Das akribische Erforschen
des überlieferten Wissens über das Leben der Elisabeth von Thüringen
spielte eine gewichtige Rolle in der Performance. Daher stellten
schon vor dem Kirchenportal einige Mitwirkenden ein Archäologenteam
dar, das auf Entdeckungsreise ging. Die Forscher erkundeten und
durchmaßen dann auch den Kirchenraum im weiteren Verlauf des Abends,
der immer wieder auf bemerkenswerte Weise den Bogen zwischen Mittelalter
und unserer Zeit, zwischen Elisabeth und ihrer Bedeutung in unserem
Leben spannte. Eine Station war die "Wellness-Zone", in der sich
die Gäste auf schmalen Liegen entspannen konnten und eine leichte
Kopfmassage erhielten. Visuell erinnerte diese Szenerie an die mittelalterlichen
Hospitäler und daran, dass sich Elisabeth den Kranken zuwandte,
sie sich 1226 am Fuße der Wartburg bei Eisenach ein Hospital errichten
ließ und auch in Marburg eines stiftete. Ebenfalls Assoziationen
an die Pflege der Kranken und Gebrechlichen rief die "Augenblickstour"
durch die Kirche wach: Mit geschlossenen Augen wurden die Gäste
an einige ausgewählte Orte geführt, wo sie Säulen betasten oder
bei Bildern und Skulpturen kurz die Augen öffnen durften. Ferner
konnte sich das Publikum einer Beichtsituation aussetzten und die
Einsamkeit der Klausur wahrnehmen.
Eine Installation von hübsch drapierten Rosen spielte auf die berühmte
Legende vom "Rosenwunder" an. Danach soll Elisabeth während einer
Hungersnot in Thüringen Lebensmittel von der Wartburg an Arme verteilt
haben. Als ihr Mann, der Landgraf von Thüringen, sie auffordert,
das im Korb verborgene Brot zu zeigen, haben sie sich in Rosen verwandelt.
Die Mitwirkenden zeichneten dann in der Tanzdarbietung den Lebensweg
der Elisabeth sowie den Weg zu Elisabeth in sinnlich emotionaler
Weise auf einem grünen Kunstrasenstreifen im Mittelschiff nach.
Mit einfachen, aber fantasievollen Formationen und Bewegungsfolgen
vermochte die Truppe das Publikum zu beeindrucken. Teils wirkten
die Sequenzen zeitlupentempoartig und entrückt. Weiter wurden eindringlich
Erkrankung, Kampf gegen die Krankheit und Genesung thematisiert.
Auch eine Demonstration des Gehorsams, der Buße und Geißelungen
führten die Darsteller vor. Untermalt wurden die Szenen von mystischen
Gitarrenklängen und prägnanten Sprechchören.
Die gelungene Veranstaltung, die sich durch ein durchdachtes Konzept
auszeichnete, erntete viel Applaus. Beim Verlassen der Kirche konnten
die Besucher noch mit einem Getränk und Kuchen Elisabeths Geburtstag
feiern. Weitere Vorstellungen finden am 23., 24. und 25. August
um 20 Uhr in der Elisabethkirche in Marburg statt.
|
|
Oberhessische
Presse vom 22.08.2007
Zuschauer
verfolgen, wie aus einer Frau eine Heilige wird Das Archäologen-team
sucht in der Elisabeth-Kirche nach inneren und äußeren Spuren.
Neue
Einblicke bot das Ensemble von Theater GegenStand und die ungarisch-österreichische
Formation „Two in One“ am Dienstagabend etwa 90 Premierenbesuchern
des „Elisabeth-Faktors“ in der Elisabethkirche. (Ines Dietrich)
Was hat Elisabeth mit den G8-Blockaden in Heiligendamm zu tun? Wieso
schweben Dutzende weißer Luftballons vor der Orgel? Warum duftet
es hinter dem Altar nach ätherischen Ölen?
Ungewohnte Perspektiven wollte die „Workshop-Company“ ihrem Publikum
bieten und: „Vor allem viele Fragen stellen, die dann jeder für
sich beantworten kann“, hatte Michaela Pein von „Two in One“ die
Intention des ungewöhnlichen Projektes zusammengefasst.
Beides ist den 17 Schauspielern und Tänzern hervorragend gelungen.
Viele Veranstaltungen gab es in diesem Jahr schon, aber wohl keine
hat das geschafft, was der „Elisabeth-Faktor“ bietet: Beschreibend,
nicht bewertend nähert er sich der ungarischen Königstochter:
Historie vermischt sich mit Gegenwart. Politik steht neben Religion,
Spiritualität neben Philosophie, Fakten neben Poesie. Dass die jungen
Künstler all das thematisieren, ohne dabei diffus zu werden oder
gar ihr Publikum zu verwirren, spricht für die hohe Qualität der
Akteuere und des künstlerischen Leitungsteams.
„Der Elisabeth-Faktor“ gliedert sich in drei Teile: Im ersten Drittel
begeben sich die Kirchenbesucher auf eine Art Parcours durch die
spärlich beleuchtete Kirche, geleitet von roten Lichtimpulsen können
sie von Station zu Station gehen oder den Kirchenraum auf eigenen
Pfaden entdecken.
Da gibt es ein „Speed Dating“, bei denen sich die Besucher gegenseitig
Fragen zu Elisabeth stellen oder die „Wellness-Zone“, in der bei
leiser Musik und Himmelsblick entspannt werden kann. Bei der „Augenblickstour“
wird der Besucher mit geschlossenen Augen durch die Kirche geführt
und kann an einzelnen Stellen den Raum ertasten, was neue Wahrnehmungen
ermöglicht.
Der anschließende zweite Teil beginnt klassisch wie eine Vorführung:
Bühne hier, Auditorium dort. Im Laufe des Stückes vermischen sich
aber Zuschauer mit Schauspielern, kommt der Themenkomplex „Schuld-Sühne-Fremdbestimmung“
gleichsam ins Publikum hinein, verwischen die Strukturen, so dass
niemand unberührt bleibt.
Diese Gratwanderung gelingt dem Ensemble mit viel schauspielerischer
Klasse und Fingerspitzengefühl. Immer werden die Grenzen der Zuschauer
ebenso geachtet wie die der Elisabethkirche.
„Es begeistert mich, wie der Kirchenraum im höchsten Maße respektvoll
behandelt wird!“ sagt Pfarrerin Ulrike Börsch und außerdem ist sie
beeindruckt, „wie sie es schaffen, spielerisch mit Schuld und Sühne
umzugehen, ohne dass es flach wirkt und sich wirklich jeder darin
wiederfinden kann.“
Auf dem mit Kunstrasen ausgelegten Mittelgang der Kirche findet
zum Abschluss eine Performance aus Schauspiel, modernem Tanz und
Akrobatik statt. Und hier hat der Zuschauer Teil an Elisabeths (oder
der eigenen) Suche nach Sinn und Halt.
Fast atemlos verfolgen die Zuschauer, wie aus der Frau die Heilige
wird: Hülle für Hülle wirft man über sie, drückt ihr zahllose Rosen
in die Hand, so lange, bis vom Menschen nichts mehr übrig ist. Das
ist ein sehr beeindruckender und gelungener Regie-Einfall, genauso
wie der gemeinsame Tanz von Schauspielern und Zuschauern durch und
vor die Kirche.
„Der Elisabeth-Faktor“ schafft es, breit gefächert den unterschiedlichsten
Betrachtungsweisen Raum zu geben, ohne dabei beliebig oder gar statisch
zu sein.
Eine gelungene Premiere, ein erstklassiges Schauspiel mit engagierten
Akteuren an einem eindrucksvollen Ort. Unbedingt hingehen!
„Der Elisabeth-Faktor“ ist noch bis zum 25. August täglich um 20
Uhr in der Elisabethkirche zu sehen.
|
|
Giessener
Allgemeine vom 23.08.2007
Annäherung an
eine Heilige - sogar per "Speed-Dating"
Geteiltes Echo auf "Two in One"-Tanzperformance in der Elisabethkirche
- Ungewöhnliche Aktion in einem Gotteshaus MARBURG (joe).
Die Tanztheater-Performance "Elisabeth-Faktor" feierte am Dienstagabend
in der Elisabethkirche Premiere. Rund 100 Zuschauer kamen, um die
Geschichte der heiligen Elisabeth aus einer ganz anderen Perspektive
kennenzulernen. Ein gewisses Maß an Experimentierfreude und Bereitschaft
zur Eigeninterpretation musste das Publikum schon mitbringen, um
den Abend genießen zu können. Anfängliche Berührungsängste eher
schüchterner Besucher wussten die Künstler der ungarisch-österreichischen
Company "Two in One" und des Marburger Theater GegenStand bereits
im ersten Part des zweigeteilten Abends abzubauen (weitere Vorstellungen
noch bis einschl. Samstag, jew. 20 Uhr).
In den ersten 40 Minuten waren die Zuschauer dazu eingeladen, sich
auf eigene Faust im Kirchenschiff zu bewegen. An verschiedenen Stationen
gab es "Angebote zum Mitmachen, Zuschauen und Zuhören". Die Künstler
führten "blinde" Zuschauer durch die Räume, massierten den Gästen
in der Wellness-Zone die Schläfen, forderten zum "Elisabeth-Speed-Dating"
auf. Luftballons schwebten im Raum, Kunstrasen bedeckte den Mittelgang,
eine Audiotour wurde angeboten. Im Hintergrund war leises, beruhigend-lebendiges
Vogelgezwitscher zu hören. Der zweite Teil des Abends bot dem Publikum
dann eine experimentelle Performance, in der Archäologen ihre Suche
nach Elisabeth begangen, die Künstler ihre ganz eigenen Vorstellungen
und Verbindungen von und zu der Heiligen ausdrückten. Schuldeingeständnisse
wurden laut, Befehle gebellt, persönliche Meinungen und Eindrücke
über Elisabeth erzählt. Ein wenig verunsichert wirkte so mancher
Besucher schon, doch es blieb nicht viel Zeit zum wundern. Die Darstellung
war lokal aufgeteilt, so dass das Publikum mobil mitwirken konnte
und ins Geschehen einbezogen wurde. Am Ende wurde sogar jeder einzeln
aufgefordert. Zuschauer und Künstler fassten sich an den Händen,
bildeten eine lange Schlange und tanzten singend durch den Raum.
So etwas hat die Elisabethkirche bisher sicherlich nicht oft erlebt.
Die Meinung des Publikums über diese ganz ungewöhnliche Art der
Elisabeth-Darstellung war durchaus gespalten. Skeptische Blicke
und Ratlosigkeit auf der einen Seite kollidierten mit Begeisterung
und Beifall auf der anderen Seite. "Ich hatte zwar etwas anderes
erwartet, aber ich fand es vom Darstellerischen her sehr schön",
sagte eine Zuschauerin. Es gab frustrierte Äußerungen, aber auch
Freude über Denkanstöße. Einig war man sich darin, dass es "zumindest
mal etwas anderes" gewesen sei. Die Mitwirkenden selbst waren sehr
zufrieden nach dieser ersten Aufführung. Eine "Wahrnehmungsveränderung"
hatten sie erreichen wollen. Ein nicht nur "heiliges", sondern ein
menschliches Bild von Elisabeth sollte mit dieser Veranstaltung
vermittelt werden. Dies ist allemal gelungen. Hemmungen und allzu
große Ehrfurcht vor dem sakralen Ort sanken, anfängliche Verunsicherung
wich der Neugier. Die Suche nach dem "Elisabeth-Faktor" ließ die
Kirche in einem anderen Licht erscheinen.
|
|