Theater GegenStand Sommerprojekt 2019

Frauen um 1900 - entschlossen und radikal


September 2019

Termine folgen


 

 

 

 

 

 

Frauen (in) Bewegung

Eine Theaterperformance anlässlich des 100sten Geburtstages des Frauenwahlrechts in Deutschland

"Was verstehen wir unter dem Recht der Frau? Nichts anderes als das Recht des Menschen überhaupt." (Anita Augspurg)

Nach der Revolution von 1846 verstärkten die Frauen mit und manchmal auch trotz der Hilfe der autoritären patriarchischen Strukturen ihre Anstrengungen auf dem Weg zu Gleichberechtigung.

So war die Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins die Keimzelle einer sich rasch ausbreitenden Frauenvereinslandschaft in Deutschland, die sich besonders auf die politische Teilhabe sowie das Recht auf Arbeit und Bildung für Mädchen und Frauen konzentrierte. Endlich wurde Mädchen eine gleichwertige Schulbildung ermöglicht und später auch der Zugang zum Studium.

Auf allen Gebieten erkennen wir ein starkes Bestreben der Frauen, sich aus den Rollen, die ihnen zugewiesen wurden, zu befreien.

Erstaunlich, wie kompromisslos so manche Frau vor 100 Jahren ihr Leben gestaltet, welche Kunst sie kreiert, welche Standpunkte und Posten sie eingenommen hat. Es ist spannend zu erfahren, was diese Frauen aus dem Gewahrsein ihres Herzen-Seelen-Triebes geschaffen haben, wofür sie eingetreten sind.

Diese Frauen um 1900 aus den Gebieten der Politik, der Wissenschaft, der Technik, der bildenden und darstellenden Kunst, der Musik und der Literatur wollen wir anhand von Beispielen näher betrachten, ihre Beweggründe, ihren Mut und ihre Leistungen beleuchten. Was sind das für andere Denk- und Fühlmuster, schließlich Verhaltensweisen, die wir vielleicht sogar erst wieder lernen müssen. Wir brauchen diese Frauen-Beispiele, dieses Einander sehen, um das Eigene zu stärken, im Spiegel zu vervielfachen und damit unsere Jetzt-Zeit und Zukunft, (auch mit kooperativen Männern) gemeinsam zu gestalten.

Verbunden mit den eigenen Kräften und Talenten, dem Nutzen der eigenen Möglichkeiten und dem solidarischen Miteinander, vermag ein Netz zu entstehen, ein Netz zwischen damals und heute, welches Verbindungen sichtbar macht, weiter trägt und Kraft spendet. Wir wollen schauen, was uns diese Frauen mitgeben auf unseren Weg.

Regie/ künstlerische Leitung: Sabine Kröning &

Karin Winkelsträter