Aufführungen outdoor und indoor zwischen Juli und September 2021

an Spielstätten in Marburg und Umgebung.


 

„Der Anfang aller Kunst ist die Liebe.“ H. HESSE

 

Die Kunst und die Liebe bilden ein herzergreifendes Paar, zugleich komplementär und widersprüchlich, zugleich antik und aktuell. Dort, wo Liebe zu Kunst wird, wo ein Werk für einen geliebten Menschen geschaffen wird, werden wir auf besondere Weise berührt. Uns werden Einblicke gewährt in das Herz der Kunstschaffenden, in unser eigenes und nicht zuletzt das kollektive, romantische Herz der Gesellschaft.

 

Das Projekt „Wenn Liebe zu Kunst wird“ thematisiert Liebesäußerungen in unterschiedlichsten Kunstformen. Lyrik, Malerei, Bildhauerei, Musik, Film, Fotografie, Literatur und Medienkunst sind Quellen auf der Suche nach Werken, die irgendwann aus Liebe zu einem bestimmten Menschen entstanden sind. Der interdisziplinäre Ansatz setzt sich in der Präsentationsform fort: indem Exponate, szenische Darstellungen und performative Elemente neben- und miteinander wirken, kreieren wir eine Kombination aus Stationentheater, Installation und Ausstellung.

 

Dabei verbleiben wir selbstverständlich nicht in der reinen Reproduktion, sondern entwickeln um die Werke herum szenische, visuelle und auditive Elemente, die das Thema aufgreifen und interpretieren. Jeder Kunstform ist eine Station gewidmet.

 

Im Mittelpunkt steht also die Kunst aus Liebe, so dass innerhalb dieses umfassenden Themas ein spezifischer Fokus herrscht. Dennoch werden hier grundlegende Aspekte über die Liebe als Motiv in der Kunst sowie das Verhältnis von Liebe und Kunst zueinander aufgeworfen. Nicht zuletzt geht es auch um die gesellschaftlichen und geistesgeschichtlichen Konzeptionen, die sich hier spiegeln. Uns ist es dabei wichtig, auch aktuelle Tendenzen mit einzubeziehen (z.B. LGBTQ+ und liberale Tendenzen wie Polyamorie). Hierdurch können zum einen die Teilnehmenden in ihrer aktuellen Lebenswelt abgeholt werden, zum anderen kann die Bandbreite des Themas aufgegriffen und auch in seinem Spannungsverhältnis zwischen bürgerlich-gesellschaftlichen Idealen und freiheitlichen Tendenzen dargestellt werden.

Liebe ist immer auch Konstrukt – hier wirkt strukturelle Macht, und Rollenbilder werden in romantischen Idealvorstellungen verfestigt.

Gleichzeitig möchten wir die Kraft dieses Gefühls und seine Schönheit unterstreichen – dies gelingt vor allem durch die Authentizität der Kunstwerke, die aus dieser starken Emotion heraus intrinsisch entstanden sind.

 

Die verschiedenen Stationen sind jeweils einer Kunstform gewidmet. So kann es eine Station zur Malerei geben, mit Gemälden geliebter Menschen oder eine Musikstation mit Liedern, die der geliebten Person gewidmet sind.

 

Dabei bedienen wir uns Werken aus allen möglichen Zeiten: Liebesbeweise berühmter historischer Künstler*innen können ebenso zum Thema werden

wie aktuelle Performances oder Hip Hop-Songs.

 

Regie/Projektleitung:

Karin Winkelsträter, Lara Mehler


Alle weiteren Informationen folgen


Finanziell unterstützt von